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Wirtschaft trifft Schule

wirtschaft_trifft_schule.jpgSchüler der Teilzeitklasse Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/in mit ihren Lehrerinnen Mascha Gebhart und Justine Jungermann sowie dem Geschäftsführer des Edeka neukauf Marktes aus Gudensberg Sascha Simon (von rechts).Teilzeitberufsschüler der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule präsentieren ihre Projekte vor einem Experten aus der Region

Wissen aus den Schulbüchern mit den Erfahrungen der Praxis zu verbinden, Schule und Ausbildungsbetriebe in einem Klassenzimmer zu vereinen, das waren die Ziele der Teilzeitberufsschüler für die Ausbildungsberufe Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/in im Rahmen einer selbstorganisierten Unterrichtseinheit der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Fritzlar.

Inspiration und gleichzeitig der Rahmen zur Gestaltung der Unterrichtseinheit war der Umbau des Ratio-Marktes in Baunatal zu einem großen Einkaufscenter. "Wir versetzten die Schüler in die Lage, einer eigenen Unternehmensgründung im Ratio-Land. So bildeten sich interessenspezifische Arbeitsgruppen, die über mehrere Wochen an einer Unternehmensidee sowie dem entsprechenden Werbeplan arbeiteten", erzählte Wirtschaftslehrerin Mascha Gebhart, die die Einheit gemeinsam mit ihrer Kollegin Justine Jungermann konzipiert hat. Die beiden Lehrerinnen orientierten sich bei der Erstellung des pädagogischen Konzeptes an dem Vorgehen der Wirtschaft, um bei den Schülerinnen und Schülern einen breiten und vor allem nachhaltigen Wissenszuwachs zu gewährleisten. „Wir stellten verschiedene Stationen bereit, die immer in den gleichen Arbeitsschritten erarbeitet wurden: Wissen aneignen, Wissen an konkreten Aufgaben üben und schließlich Wissen in den Projekten übertragen und anwenden“, erklärte Wirtschaftslehrerin Justine Jungermann.

Dass das Unterrichtskonzept durchaus gelungen war, zeigten die vielfältigen Geschäfts- und Marketingideen, die die Schüler vor dem Geschäftsführer des Edeka neukauf Lock Marktes aus Gudensberg, Sascha Simon, präsentierten. "Ich halte solche Projekte, die die Ausbildungsbetriebe mit der Berufsschule verbinden, für wichtig. Das Engagement der Schüler hat mich überzeugt", betonte Simon. Die Schülerinnen und Schüler waren in Anbetracht der Anwesenheit des Experten aus der Wirtschaft sichtlich nervös, gleichzeitig waren sie über dessen Meinung sehr froh.

"Es ist doch mal was anderes, was Besonderes die Meinung eines Geschäftsführers als die eines Lehrers zu hören", schlussfolgerte ein Schüler.

Aufgrund der positiven Resonanz soll das Konzept des selbstständigen Lernens sowie die Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben weiter ausgebaut werden.

Justine Jungermann