Wer ist online

Aktuell sind 39 Gäste und keine Mitglieder online

Schüler der RFES sorgen für Mobilität

mobilitaet mit fahrraedernDie erste Hürde ist genommen: Nach dem ersten Spendenaufruf der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Fritzlar nach unbenötigten Fahrrädern kam die erste Hilfewelle prompt und großzügig. Einige Schüler sind dabei, die Fahrräder für Flüchtlinge verkehrssicher aufzubereiten. 

Auf die Idee alte Fahrräder aufzubereiten, um geflüchtete Menschen mobil und selbstständig zu machen sowie zu integrieren, kam der Lehrer Jürgen Pfingst, der selber in seiner Freizeit gern Fahrrad fährt.  

Nach einem Spendenaufruf durch einen Zeitungsartikel folgten viele Spenden aus Fritzlar und der Umgebung. Die Spender brachten die Fahrräder zum Teil selbst in die Schule, teils wurden die alten Fahrräder aber auch von Lehrern in der Nähe mitgenommen.

Die Schüler der Gewerblichen Berufsfachschule und ihr Lehrer, Jürgen Pfingst, reparieren die Fahrräder anhand einer selbst erstellten Check-Liste. Das Reparieren und Aufbereiten der Fahrräder ist zugleich der Unterricht für die Schüler. „Die Unterstützung zur Verwirklichung des Projektes ist enorm. Da macht die Arbeit gleich doppelt so viel Spaß,“ stellt Jürgen Pfingst fest. Des Weiteren arbeiten auch Schüler aus den neu entstandenen InteA (Integration und Abschluss) -Klassen mit. So verfolgen sie gemeinsam mit den deutschen Schülern ein gemeinsames wichtiges Ziel und dürfen in Anschluss an das Projekt ein selbst repariertes Fahrrad behalten. 

Es ist geplant, die Fahrräder bis zum Frühjahr fertigzustellen. Infolgedessen soll die Verkehrswacht die Fahrräder zusätzlich auf ihre Verkehrssicherheit überprüfen. Am Tag der Übergabe sollen verschiedene Workshops angeboten werden, die einen selbstsicheren Umgang mit dem Fahrrad vermitteln. Vorstellbar sind hier die Schwerpunkte „das Flicken eines Reifens“ oder „die Einstellung einer Gangschaltung“. Parallel soll ein Fahrsicherheitstraining angeboten werden.

Bis jetzt sind über 50 Fahrräder gespendet worden, von denen nun 40 aufbereitet werden können. Die restlichen Fahrräder dienen als Ersatzteillager. Nico Brandt, Schüler der Klasse Gbf 1c, kommentiert seine Arbeit und das Projekt folgendermaßen: „Eine gute Tat zu vollbringen und Menschen zu helfen, ist ein gutes Gefühl und macht viel Spaß. Die Reparatur der Fahrräder ist zugleich Inhalt des Lehrplans, so dass auch wir etwas dabei lernen.“ 

Die Schule freut sich über weitere Unterstützung, denn ohne Hilfe wäre all dies nicht möglich. Falls Sie dieses Projekt durch die Abgabe eines alten Fahrrades fördern möchten, melden Sie sich bei dem verantwortlichen Lehrer, Jürgen Pfingst, unter der Email-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Rebecca Fritzund Anastasiya Melnyk