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Surfexkursion 2015

Im Rahmen des Sportunterrichts der FOS 12 mit Herrn Limmeroth und Herrn Strippel fand vom 4. bis 13. September eine Surfexkursion nach Carcans-Plage an der französischen Atlantikküste statt.

Ein Bericht von Jasper, Len, Marisa, Angi und Samira

Das Wellenreiten

Nach einer langen Busfahrt und einem entspannten ersten Tag, an dem wir unser Camp und die Gegend erkunden konnten, begann unser erster Surftag am Sonntag etwa gegen 11 Uhr. Nachdem wir Neoprenanzüge und Surfbretter in der passenden Größe bekommen hatten, bekamen wir noch eine Einführung zum Surfbrett und Neoprenanzug. Zunächst wurde uns das Surfbrett erklärt zum Beispiel was oben und unten ist und wie die einzelnen Teile genannt werden. (Oben – Top, Unten – Bottom, Seiten – Rails, Brettspitze – Nose, drei „Zacken“ unter dem Bord – Finnen usw.), die Funktionen des Neoprenanzuges sind: Schutz vor UV – Strahlen, Kälteschutz, Verletzungsschutz und Auftriebshilfe. 

Im Anschluss gingen wir auch schon über die Düne zum Strand und wurden nach ein paar Aufwärmübungen in zwei Gruppen eingeteilt und die Surflehrer Grischa, Benni, Moritz und Luise zeigten uns erst einmal an Land die wichtigsten Schritte, um sicher auf dem Brett zu liegen. Wir versuchten es alle einige Male an Land und durften anschließend das erste Mal ins Wasser. Die Wellenbedingungen waren für uns Anfänger gut geeignet und so sah man schon nach kurzer Zeit große Fortschritte bei jedem einzelnen von uns. 

surfworkshop2015

Durch die Tipps und die ansteckende gute Laune der Surflehrer wurde man immer wieder motiviert weiter zu machen und wir alle waren überrascht, wie schnell es ging, bis die ersten stehend über die Wellen surften. Es wurden Videos von uns gedreht, die uns zeigten, was wir bereits gut machen und was wir noch verbessern können. In der Mittagszeit machten wir immer eine Pause, da das Surfen anstrengender ist, als es aussieht, und in dieser Zeit konnten wir unsere mitgebrachten Lunchpakete verzehren. 

Bereits während der Pause bekamen wir wieder Vorfreude, erneut ins Meer zu gehen, da wir alle Riesenspaß am Surfen hatten. Die Wellen wurden von einem auf den anderen Tag schlagartig höher, worüber wir uns freuten, da dies eine neue Herausforderung bedeutete. An einem Abend gingen einige von uns sogar bei Dämmerung surfen, was mit unserem tollen Surfteam mindestens genauso viel Spaß gemacht hat. 

Bis zum Ende der Woche ist jeder von uns einmal an seine Grenzen gekommen, doch wir waren erstaunt, dass wir alle es geschafft haben, mindestens einmal zu stehen. Wir hätten nie gedacht, dass man innerhalb so kurzer Zeit so viel zum Thema Surfen lernen kann. 

Die Theoriestunde beim Surfen

Am Montagnachmittag hatten wir unsere erste Theoriestunde über Strömungslehre und Wetterkunde für Surfer. Bei dieser haben wir auch erfahren, wie wir uns zu verhalten haben, wenn wir in eine Strömung kommen. Man sollte nicht in Panik verfallen und sich im 90°-Winkel in Richtung der brechenden Wellen orientieren, um mit der nächsten Welle wieder an den Strand zu gleiten oder zu surfen. Man sollte auch nie sein Brett verlassen. Das internationale Notsignal wird nur dann benutzt, wenn man wirklich in Gefahr ist (nach oben gestreckte Faust). 

Die Gezeitenkunde wurde uns Mittwoch in der Früh erklärt, natürlich nach dem Frühstück. Die Durchtauchtechniken und die Vorfahrtsregeln wurden uns Donnerstag am Meer erklärt. Bei den Durchtauchtechniken gibt es zum Beispiel die Eskimorolle, bevor die Welle kommt, drehst du dich auf den Rücken mit dem Board über dir und die Welle fließt über dich rüber. Die Vorfahrtsregel erklärt sich allgemein gesagt so, dass der Surfer Vorfahrt hat, der die längste Fahrt auf der Welle haben wird. Alles in allem waren auch die Theoriestunden eine wichtige, hilfreiche und spaßige Sache für uns.

Das Surfcamp 

Das Surfcamp ist in Carcans-Plage am französischen Atlantik auf einem öffentlichen Campingplatz gelegen. Von dort aus hat man nur einen kurzen Weg zum Meer (einmal über die Düne bzw. den Damm laufen und schon ist man da). 

In dem Surfcamp sind jeweils Zweierzelte. Diese Zelte sind relativ groß, doch die Zeltwände sind auch ziemlich dünn, sodass man ein Gespräch im Nachbarzelt hören kann. Vor den Schlafzelten sind Hängematten zwischen den Pinien befestigt, in die man sich reinlegen und von Surfen träumen kann.

Das Essen war jeden Tag super lecker, sehr gesund und es gab immer eine große Auswahl. Nach dem Essen hat man sein Geschirr selbstverständlich selbst abgewaschen.

Zum Frühstück wird für jeden ein Baguette berechnet, dieses reicht im Normalfall voll und ganz. Doch wenn jemand einen größeren Hunger hat, kann man beim Surfteam Bescheid sagen, verhungern wird man nicht.

Das Team ist super nett, hilfsbereit und aufbauend. Falls man irgendein Problem hat, kann man jederzeit zu einem Surfteamer gehen und ihn oder sie darum bitten, kurz zu helfen.

Es gibt ein großes Gemeinschaftszelt, in dem ein Fernseher, Sofas, andere Sitzmöglichkeiten, Spiele und Longboards bereitstehen, die man sich umsonst ausleihen kann.

Strom gibt es in dem Gemeinschafts- und in dem Barzelt, um seine elektrischen Geräte (Handys, Tablet, Laptop, etc.) aufzuladen.

Wie erwähnt gibt es ein Barzelt.. In diesem gibt es eine Minibar, an der man sich selbst bedienen kann. Die Getränke schreibt man dann auf oder man bezahlt sie sofort. Im Verhältnis gesehen sind die Getränke nicht teuer. Ansonsten gibt es noch einen Laden auf dem Campingplatz, doch in diesem ist alles ziemlich teuer und er hat nicht unbedingt sehr viele Produkte im Angebot. Dafür gibt es 500m weiter einen kleinen Dorfladen, in dem man sich seine „Luxusgüter“ kaufen kann.

Das Dorf ist ziemlich klein, doch es hat auch mehrere Lokale, in denen das Essen sehr gut ist. Außerdem gibt es noch eine Bar, einen Laden, in dem man alles für das Surfen bekommen kann und einen anderen Laden, in dem man sich alle Sachen, die man am Strand braucht, kaufen könnte. Auf den Campingplatz gibt es freies WLAN, dieses ist zu gewissen Zeiten etwas überlastet, doch für Whats App reicht es aus. 

Die Duschen und Toiletten waren ganz in Ordnung, natürlich gibt es mal eine Toilette oder eine Dusche, die nicht so schön aussah. Doch da so viele Menschen diese Orte täglich benutzen, sind diese ganz passabel.

Wir waren alle über das Surfcamp glücklich und hatten auch nichts daran auszusetzen.

Zeit zur freien Verfügung und gemeinschaftliche Unternehmungen

Zwischen den Surfstunden und dem Abendessen sowie nach dem Abendessen hatten wir ausreichend Zeit zur freien Verfügung. In dieser Zeit konnten wir entweder sportliche Aktivitäten wie Longboardfahren oder Tischtennisspielen vornehmen, aber auch die Gegend erkunden, sowie das kleine Dorf, in dem es ein paar Cafés, Restaurants und eine Bar gab. Auch der Strand war ein schöner Ort, an dem wiriam bewachten  Bereich schwimmen oder abends den Sonnenuntergang genießen konnten. Oft haben wir uns in kleinen Gruppen zusammen gefunden und sind ins Dorf oder mit dem Loangboardoder zum Strand gegangen oder haben uns in den Hängematten des Camps ausgeruht und uns von den anstrengenden Surfsessions erholt. Abends saßen wir immer zusammen, spielten Spiele, erzählten uns Geschichten oder stellten uns gegenseitig Rätsel. Außerdem unternahmen wir auch mit der kompletten Gruppe Aktivitäten, zum Beispiel verbrachten wir einen Abend am Strand mit Lagerfeuer, natürlich mit vorherigem gemeinsamen Holzsammeln, so ließen wir den Tag ausklingen und hören dabei Musik.  

Herr Strippel und Herr Limmeroth haben neben der Planung und Organisation der Fahrt bzw. unseres Sportunterrichts am Meer  dafür gesorgt, dass immer eine gute Atmosphäre herrschte und jede/r integriert wurde und vor allem, dass jeder von uns eine tolle Woche erleben konnte. Durch die Aktivitäten neben dem Surfen und die gemeinsamen Unternehmungen sind wir uns alle näher gekommen und haben uns besser kennengelernt sowie neue Freundschaften geschlossen. Nach dem Wellenreiten war dies wohl der zweitwichtigste Bestandteil der Sportexkursion, denn anfangs kannten wir uns kaum, doch durch die gemeinsamen Unternehmungen  und dem Planen von Programmen in der freien Zeit sind wir zu einer Gruppe zusammengewachsen.

Müllsammelaktion

Am vorletzten Tag unsere Frankreichreise haben wir die Aktion "Ocean Clean-Up" gestartet. 

Aus dieser Aktion haben wir  einen kleinen Wettbewerb gestartet. In Gruppen aufgeteilt machten wir uns auf den Weg zum Strand und suchten Müll in einer bestimmten Zeit. 

Alle machten mit viel Freude mit und sammelten sehr viel Müll.

Wir waren erstaunt und erschrocken, wie viel Müll in dieser kurzen Zeit zusammenkam. 

Später am Abend wollten wir eigentlich noch Skulpturen aus diesem Müll bauen, doch aus zeitlichen Gründen haben wir dies nicht mehr geschafft. Aber wir haben der Natur mit dieser Aktion etwas Gutes getan und so konnten wir alle mit einem guten Gewissen nach Hause fahren.

Am letzten Tag wollte niemand wirklich nach Hause, wir hatten uns sogar Strategien überlegt, um noch länger im Surfcamp zu bleiben. Denn Surfen hat jedem Spaß gemacht und jeder hatte auf dem Brett Erfolg. Außerdem war die Atmosphäre dort sehr angenehm. Nun können wir es den zukünftigen 12ern nur empfehlen, dort hinzufahren. Es ist wirklich lohnenswert.

Es war eine unvergesslich schöne Woche, die wir jederzeit gerne wiederholen würden!

Zur Bildergallerie: HIER