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Den Ideen mal freien Lauf gelassen

CIMG0079-kleinanklicken zum VergrößernTischler-Azubis im 2. Lehrjahr lernten Möbelbau projektorientiert und schlossen das Lernfeld mit einer sehenswerten Ausstellung ab.

Unter dem Motto „Schöner Wohnen 3.0“ entwarfen, konstruierten, zeichneten unsere Schülerinnen und Schüler in der Berufsschule Einzelmöbel und fertigten sie anschließend im Betrieb. Die Aufgabe und Herausforderung bestand darin, selbstständig einen kompletten Entwurfs-, Planungs- und Fertigungsprozess zu durchlaufen. Von Anfang bis Ende tauchten viele Fragen und Probleme auf, die Gegenstand des Unterrichts wurden wie z. B.: Welchen Zweck soll das Möbel erfüllen und wie erreiche ich das? Welche Gestaltungsideen möchte ich verwirklichen? Welche Konstruktionen sind sinnvoll und umsetzbar? Welche handwerklichen Regeln sind zu beachten?

Die Planung fand überwiegend in der Schule statt. Die Auszubildenden mussten eine umfangreiche Mappe erstellt und bestimmte Anforderungen erfüllen. Gebaut wurde anschließend eigenständig im Betrieb, zum Teil auch in der Freizeit. Die Ausbilder unterstützten ihre Azubis nach Kräften. Für die Fertigung in der Werkstatt wurden ca. 30 Stunden veranschlagt. Die Teilnahme am Projekt war freiwillig.

Ein wichtiges Ziel des Unterrichtsprojektes war die gute Verzahnung von Theorie und Praxis. Angeeignetes Wissen, welches anschließend in der Werkstatt umgesetzt werden musste, führte zu einem hohen Lerneffekt. Außerdem sollte die Kommunikation zwischen Ausbildern und Azubis angeregt werden, wozu solche Lernanlässe sehr hilfreich sind. Die Auszubildenden lernten, Konstruktionsprobleme und handwerkliche Fehler im Gespräch mit Lehrern und Ausbildern zu vermeiden bzw. zu beheben. Wichtig war außerdem eine gute Organisation der Arbeit, weil natürlich bestimmte Termine einzuhalten waren. Im Hinblick auf die Anforderungen der Gesellenprüfung stellt dies Projekt eine gute Vorbereitung dar.

Die Tischlerinnungen unterstützen das jährlich stattfindende Projekt, weil gut ausgebildete, selbstständig arbeitende und kreative Fachkräfte im Tischlerhandwerk heute und in Zukunft gebraucht werden. Entstanden sind diesmal sechzehn verschiedene Möbel vom Hängeschrank mit Reliefholzfront über eine Musiktruhe bis hin zu einer Kommode mit gebrauchten Schubkästen. Nachtschränke und Tische in verschiedenen Größen und Formen waren ebenfalls vorhanden. Die Ergebnisse wurden gemeinsam von den Fachlehrern und einem Innungsmeister sowohl in gestalterischer als auch in der handwerklichen Ausführung ausgewertet. Am Ende waren alle Beteiligten stolz auf die Ergebnisse und darauf, eigenständig berufliche Herausforderungen bestanden zu haben und um einige „Holz-Erfahrungen“ reicher geworden zu sein. 

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben und freuen uns, dass wir dazu beitragen konnten, dass die Ausbildung weiterhin attraktiv und auf die Zukunft ausgerichtet ist.

Matthias Rohwer