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Sicherheitstraining in Bad Arolsen

kleinFoto: Arnd Kriebel„Fahre nicht schneller als dein Schutzengel fliegen dann“  – Diesen freundlich gemeinter Ratschlag vom Straßenrand kennen wir alle. 

Durch solche erhobenen Zeigefinger kann aber das Fahrverhalten von Metalltechnik Berufsschülern sicher nicht  nachhaltig verändern.  Mit dem eigenen Kfz fahrerische und besonders auch physikalische Grenzen zu erleben und dadurch das Autofahren im Alltag sicherer zu machen – das war das Ziel des Sicherheitstrainings der Schüler unserer Metall Berufsschulklasse im dritten Lehrjahr. Es fand Anfang Dezember auf dem Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht in Bad Arolsen statt. 

In der Vorstellungsrunde des Theorieteils berichteten die Teilnehmer von selbst erlebten „brenzligen“ Situationen hinter dem Steuer. Anschließend ging es um die Hauptunfallursachen und die Wirkungsweise „elektronischen Assistenzsysteme“ moderner Kfz (ABS, ESB, ASR u.a.), die in fast allen Autos der Schüler bereits integriert sind. Im Praxisteil wurden nach dem Einstellen der optimalen Sitzposition einige Slalomparcours mit größer werdendem Schwierigkeitsgrad durchfahren und das Lenkverhalten trainiert. Eine Aufgabe hierzu war der bekannte „Elchtest“. Danach folgten verschiedene Übungen zum richtigen Bremsverhalten in Gefahren- und Notsituationen; es bedurfte einiger Runden, bis alle die geforderte Bremstechnik sicher beherrschten („schlagartiger“ maximaler und nicht nachlassender Druck aufs Bremspedal).

Moderator des Trainings war Fahrlehrer Manfred Schulz, der seine jahrelange Erfahrung mit Berufsschülern einfließen ließ und ernste, wichtige Inhalte oft humorvoll vermittelte. Der Verkehrssicherheitsbeauftragte unserer Schule, StR. Arnd Kriebel, hatte das Training mit der Verkehrswacht im Vorfeld organisiert und dabei Unterstützung durch die Schulleitung und Ausbildungsbetriebe  bekommen. Er selber scheute sich nicht, alle Theorie- und Praxisübungen gemeinsam mit den Schülern zu absolvieren, Slaloms zu fahren, zu schleudern und Bremstests zu machen.

„Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich das Auto in Gefahrensituationen bei richtiger Bedienung so gut beherrschen lässt …“ , „ Hätte nicht gedacht, wie ein paar kmh weniger das Auto kontrollierbarer machen…“ „Hat echt Spaß gemacht und hab ´ne Menge coole Erfahrung gemacht…“ waren einige der einhellig begeisterten Rückmeldungen der „Metaller“ in der abschließenden Feedback – Runde. 

Die Berufsschüler erlebten einen Schultag mit schnellen Autos, an dem kein Schutzengel noch schneller fliegen musste, einen Tag, der sich gelohnt hat mit sehr vielen intensiven nachhaltigen Erfahrungen. Sie machten Erfahrungen, die geeignet sind, das Verhalten hinter dem Steuer im Alltag zu verbessern und dies sicherlich auch tun werden.

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