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Noch mehr Weis(s)heit für die Schule – Kuba in Fritzlar

DSC 5187Schneeweißes Fell, rehbraune Augen – ein echter Hingucker. Die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule wagt mit der Ausbildung des sieben Monate alten Kuba zum Schulhund ein neues Projekt.

Man könnte mutmaßen, dass ein solcher Hingucker im Klassenraum zu Ablenkung führt. Lehrerin und Hundehalterin Laura Roller entgegnet darauf: „Lernpsychologisch erwiesen ist, dass nach längeren Konzentrationsphasen im Unterricht die Aufmerksamkeit abnimmt. Durch Kubas Anwesenheit bleibt die Aufmerksamkeit im Klassenraum.“ Dass auch die Schüler diese positiven Auswirkungen spüren, zeigt sich an folgenden Äußerungen:

"Kuba erleichtert uns das Lernen und steigert die Freude und Motivation", so Hannah Möller, Schülerin der FOS 12 Wc. "Kuba verbessert das Lernklima", meint Mitschülerin Julia Gombert.

Schulhunde sind überwiegend an Grund- und Förderschulen, aber auch immer mehr an anderen Schulformen zu finden. Ein Schulhund ist ein speziell für dieses Umfeld ausgesuchter Hund, welcher von Geburt an entsprechend seiner späteren Aufgaben ausgebildet wird - so auch Kuba. Bei der Welpenauswahl mit einer erfahrenen Züchterin wurde darauf geachtet, dass der Welpe die für seine zukünftigen Aufgaben relevanten Eigenschaften aufweist. Ein Schulhund sollte einen ruhigen und ausgeglichenen Charakter aufweisen und gerne mitten im Geschehen sein, um folgende Ziele zu erreichen: Eine Förderung der Lernbereitschaft, das Ausbauen der Sozialkontakte untereinander und eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in den Lerngruppen. Hunde können dabei neue Wege im Umgang mit Aggressionen lehren, denn sie reagieren auf rücksichtsloses Verhalten mit vorsichtigem Rückzug. Dadurch können sie Schülern auf neutrale Weise zeigen, dass ihnen unkontrollierte Aggressionen selbst schaden. Darüber hinaus kann der Schulhund zur Entspannung von Situationen beitragen, da das Streicheln von Hunden den Herzschlag nachweislich langsamer werden lässt, den Blutdruck und den Stresspegel senken kann. Überdies kann eine Beziehung zu einem Tier aufgebaut werden, welche unabhängig von Aussehen und Leistung und frei von Bewertung und Beurteilung ist.

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Als Weißer Schweizer Schäferhund gehört Kuba einer Rasse an, die für ihre freundliche und liebevolle Art bekannt ist und deren ausgeglichenes Temperament sie als Familien- und Begleithunde sehr beliebt macht. Aufgrund der genannten Charaktereigenschaften wird diese Rasse oft als Blinden-, Rettungs- oder Spürhund eingesetzt.

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Die Ausbildung zum Schulhund dauert etwa eineinhalb Jahre und setzt sich aus Theorieseminaren, Seminaren mit Hund, Einzeltrainings und qualitätssichernden Reflexionsrunden zusammen.

Wir wünschen Kuba für seine Ausbildung auch weiterhin viel Erfolg!

Denise Ruppert und Laura Roller

 

kombiv.L.n.R.: Yasemin Derya, Sina Körbel und Melissa Wedemeyer"Durch Kuba stieg in der letzten Zeit der Spaß und die Lernbereitschaft im Unterricht", sagt Yasemin Derya. 

"Mit Kuba herrscht einfach eine viel lockerere und entspanntere Atmosphäre. Er hat eine beruhigende Wirkung und bringt eine positive Stimmung in die Klasse", fügt Sina Körbel hinzu.    

"Man hat durch Kuba mehr Freude am Unterricht. Egal wie man in den Unterricht geht, man kommt gut gelaunt wieder heraus", so Melissa Wedemeyer.