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RFES veranstaltete am 29.9.14 in Fritzlar einen Nachhaltigkeitstag

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Eine Wahrheit, die aufrüttelt: Die 7 Milliarden Menschen auf unserer Erde unterteilen sich in Reich und Arm. Ein Viertel der Weltbevölkerung ist reich und braucht drei Viertel der Ressourcen auf. Die verbleibenden drei Viertel der Weltbevölkerung sind arm und sie begnügen sich mit einem Viertel der Rohstoffe, die die Erde uns bietet. Schnell wird den Schülerinnen und Schülern der RFES das eklatante Missverhältnis und die daraus resultierende Konsequenz klar: Lebt weiterhin jeder in Deutschland so wie bisher auf dem sinnbildlichen großen Fuße, bräuchten wir 3 Erden. Jeder von uns hinterlässt seinen ökologischen Fußabdruck: Eine Maßeinheit, die abbildet, wieviel Ressourcen wir im täglichen Leben aufbrauchen.

Auf sehr anschauliche und ansprechende Weise referierte und moderierte Herr Björn Wiele von der Stiftung Multivision/ Fair Future II (gesponsert u. A. durch die Deutsche Bahn Stiftung) über die Folgen unseres unbedachten und erschreckenden Verhaltens und rüttelte die Schülerinnen und Schüler nachhaltig auf. „Wir verbrauchen in 8 Monaten das, was die Erde in 12 Monaten nachwachsen lässt“, mahnte Herr Wiele. Und er forderte: „Persönliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen sind nötig, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.“ Er verwies auf nachhaltige Projekte und Initiativen, die z. T. auch in unserer Nähe realisiert werden: Das Projekt Transition Town versucht in Witzenhausen u. a. durch gemeinschaftlichen Gemüseanbau Nachhaltigkeit zu leben. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Urban Gardening in Berlin im Prinzessinnengarten. In Herford findet sich die Recycling Börse, die aus alten Möbelstücken in Handarbeit begehrte Einzelstücke anfertigt. Auch die Sarah-Wiener-Stiftung findet in diesem Kontext Erwähnung, die einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Bewusstseinsschulung im Hinblick auf Nahrung setzt. Abschließend betont Herr Wiele eindringlich: „Die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft im Kontext von ökologischen Grenzen, das sollte unser Ziel sein.“ Die beeindruckten Schülerinnen und Schüler bekräftigten sein Anliegen mit einem begeisterten Applaus. 

(Safiye Imke)